ARBEITSRECHT
Aufhebunsgvertrag
Befristung und Aufhebungsvertrag: Rechte, Risiken und die Sperrzeit-Falle
Stehen Sie vor dem Ende Ihres Arbeitsverhältnisses durch einen befristeten Vertrag oder legt Ihnen Ihr Arbeitgeber einen Aufhebungsvertrag vor? In beiden Fällen befinden Sie sich in einer heiklen juristischen Situation, in der Fehler schnell zu erheblichen finanziellen Nachteilen führen können. Viele Arbeitnehmer unterschätzen die Risiken – von einer unwirksamen Befristung bis zur gefährlichen Sperrzeit-Falle beim Arbeitslosengeld. Ein Aufhebungsvertrag ist oft eine Alternative zur Kündigung oder wird im Rahmen eines Kündigungsschutzprozesses verhandelt.
Als Fachanwälte für Arbeitsrecht sichern wir Ihre Ansprüche. Wir prüfen die Wirksamkeit von Befristungen, kämpfen für eine Festeinstellung und verhandeln Aufhebungsverträge so, dass eine Sperrzeit bei der Agentur für Arbeit vermieden und eine maximale Abfindung für Sie erzielt wird.
Der befristete Arbeitsvertrag: Wann ist er wirksam?
Nicht jede Befristung ist rechtlich zulässig. Das Gesetz stellt strenge Anforderungen, die Arbeitgeber oft nicht einhalten. Ihr Weg in ein unbefristetes Verhältnis könnte kürzer sein, als Sie denken.
Die zwei Arten der Befristung
Man unterscheidet zwischen der Befristung mit und ohne sachlichen Grund. Ohne sachlichen Grund ist eine Befristung nur für maximal zwei Jahre bei maximal dreimaliger Verlängerung möglich. Ein häufiger sachlicher Grund ist die Vertretung eines anderen Mitarbeiters. Zudem muss jede Befristung schriftlich vor Arbeitsantritt vereinbart werden. Mündliche Zusagen sind unwirksam!
Achtung, Kettenbefristung!
Werden sachgrundbefristete Verträge über Jahre immer wieder aneinandergereiht, kann ein Rechtsmissbrauch vorliegen. In solchen Fällen einer „Kettenbefristung“ prüfen wir, ob wir im Wege einer Entfristungsklage ein unbefristetes Arbeitsverhältnis für Sie durchsetzen können. Hierfür gilt eine sehr kurze Frist von nur drei Wochen nach dem vereinbarten Vertragsende. Wir beraten Sie auch umfassend, wenn es um die Kündigungsschutzklage oder andere gerichtliche Schritte geht.
Der Aufhebungsvertrag: Chance mit Risiken
Ein Aufhebungsvertrag beendet das Arbeitsverhältnis in gegenseitigem Einvernehmen. Die wichtigste Regel lautet: Sie müssen niemals sofort unterschreiben! Nehmen Sie sich immer Bedenkzeit und lassen Sie den Vertrag anwaltlich prüfen.
Die Sperrzeit-Falle: Das größte Risiko
Da Sie mit Ihrer Unterschrift der Beendigung zustimmen, verhängt die Agentur für Arbeit in der Regel eine 12-wöchige Sperrzeit beim Arbeitslosengeld I. Das bedeutet: drei Monate kein Einkommen. Dieses Risiko lässt sich durch eine geschickte Vertragsgestaltung vermeiden.
Ihre Vorteile mit einem anwaltlich verhandelten Vertrag
Ein anwaltlich geprüfter und verhandelter Aufhebungsvertrag verwandelt die Risiken in Chancen:
- Maximale Abfindung: Wir verhandeln eine Abfindung, die oft deutlich über der Standardformel liegt. Wenn Ihr Arbeitgeber seine Zahlungspflichten verletzt, helfen wir Ihnen auch, Lohn- und Gehaltsansprüche einzuklagen.
- Vermeidung der Sperrzeit: Durch juristisch präzise Formulierungen sichern wir Ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld ab.
- Sehr gutes Arbeitszeugnis: Wir sichern Ihnen ein exzellentes Zeugnis mit der richtigen Note und Schlussformel zu. Lassen Sie Ihr Arbeitszeugnis von uns prüfen und korrigieren.
- Bezahlte Freistellung: Oft erreichen wir eine bezahlte Freistellung bis zum Vertragsende. Das Thema Urlaubsanspruch, Verfall & Krankheit ist dabei ebenfalls relevant.
⚡ Vertrag läuft aus oder Aufhebungsvertrag erhalten? Sichern Sie sich jetzt ab!
Unterschreiben Sie nichts voreilig und lassen Sie keine Fristen verstreichen. Eine professionelle anwaltliche Prüfung ist eine kleine Investition, die Ihnen Tausende von Euro an Abfindung sichern oder eine monatelange Sperrzeit ersparen kann.
- Sperrzeit vermeiden: Wir gestalten den Vertrag so, dass Sie sofort Arbeitslosengeld erhalten.
- Abfindung maximieren: Wir kennen den wahren Wert Ihrer Zustimmung und verhandeln das beste Ergebnis.
- Rechtssicherheit gewinnen: Wir prüfen das Kleingedruckte und schützen Sie vor versteckten Nachteilen.
Häufige Fragen zu Befristung & Aufhebungsvertrag
Welche Frist gilt für eine Entfristungsklage?
Sie müssen innerhalb von drei Wochen nach dem vertraglich vereinbarten Ende der Befristung Klage beim Arbeitsgericht einreichen. Nach Ablauf dieser Frist gilt auch eine unwirksame Befristung als wirksam.
Wie hoch ist die Abfindung in einem Aufhebungsvertrag?
Es gibt keine gesetzliche Regelung. Die Höhe ist reine Verhandlungssache und hängt vom Risiko des Arbeitgebers ab. Die Faustformel von 0,5 Monatsgehältern pro Jahr ist nur ein unterer Richtwert, den wir oft deutlich übertreffen.
Was ist ein „sachlicher Grund“ für eine Befristung?
Ein sachlicher Grund liegt vor, wenn der Bedarf an der Arbeitsleistung nur vorübergehend ist, z.B. bei einer Vertretung für Elternzeit, zur Erledigung eines zeitlich begrenzten Projekts oder bei einem vorübergehenden erhöhten Arbeitsanfall.
Kann ich einen Aufhebungsvertrag widerrufen?
Nein. Im Gegensatz zu vielen anderen Verträgen gibt es beim Aufhebungsvertrag kein gesetzliches Widerrufsrecht. Sobald Sie unterschrieben haben, ist die Vereinbarung bindend. Deshalb ist eine anwaltliche Prüfung vorab zwingend notwendig.
Ihr erster Schritt zur Lösung: Jetzt unverbindliche Klärung anfordern.
Sie stehen vor einer rechtlichen Herausforderung und suchen schnell Klarheit? Wir verstehen, dass dieser Schritt Vertrauen und oft Überwindung kostet.
Schildern Sie uns Ihr Anliegen kurz und präzise im Formular – ganz unverbindlich. Ihre Anfrage dient uns als Basis für eine schnelle Erstbewertung.
Das garantieren wir Ihnen:
- ✅ Unverbindlicher Erstkontakt: Ihre Kontaktaufnahme ist garantiert ohne Risiko und verpflichtet Sie zu nichts.
- ⏱️ Schnelle Rückmeldung: Wir melden uns werktags innerhalb von 24 Stunden mit einer ersten Einschätzung bei Ihnen.
- 🔒 Vertraulichkeit: Ihre Daten sind bei uns sicher und werden streng diskret behandelt.
Sie bevorzugen das direkte Gespräch? Rufen Sie uns gleich an – unser freundliches Team ist für Sie da:
- 📞 Magdeburg: 0391 73746100
- 📞 Stendal: 03931 2527222
Jetzt unverbindlich Ihre Anfrage stellen
Ihr Team Arbeitsrecht
Aktuelle News & Fachbeiträge
BAG-Urteil zur Betriebsvereinbarung: Kündigungsschutz als Kostenfalle?
Eine Betriebsvereinbarung verspricht Kündigungsschutz, wird aber zur Kostenfalle? Ein aktuelles BAG-Urteil zeigt, wie schnell Arbeitgeber in die Haftung geraten, wenn Klauseln unwirksam sind. Erfahren Sie, wie Sie sich vor teuren Fehlern schützen und Ihre Vereinbarungen rechtssicher gestalten.
Urlaubsplanung im Arbeitsrecht: Was Arbeitgeber 2026 wirklich verlangen dürfen
Urlaubsplanung = jährlicher Stress? Das muss nicht sein! Zwischen den Wünschen Ihrer Mitarbeiter und den Zielen Ihres Betriebs lauern oft rechtliche Risiken, die teuer werden können. Doch mit ein paar einfachen Regeln und dem Wissen um die aktuelle Rechtsprechung sichern Sie sich als Arbeitgeber clever ab. Erfahren Sie hier, worauf Sie 2026 wirklich achten müssen, damit die Planung für alle entspannt verläuft.
Zu früh zur Arbeit: Wann eine Kündigung wegen Überpünktlichkeit rechtens ist
Es klingt paradox: In einer Arbeitswelt, in der Pünktlichkeit als eine der wichtigsten Tugenden gilt, erhalten Sie eine Verwarnung oder gar eine Kündigung, weil Sie zu früh zur Arbeit erscheinen. Sie wollten proaktiv sein, vielleicht den Verkehr umgehen oder sich in Ruhe auf den Tag vorbereiten,...
BAG-Urteil zur Betriebsvereinbarung: Kündigungsschutz als Kostenfalle?
Eine Betriebsvereinbarung verspricht Kündigungsschutz, wird aber zur Kostenfalle? Ein aktuelles BAG-Urteil zeigt, wie schnell Arbeitgeber in die Haftung geraten, wenn Klauseln unwirksam sind. Erfahren Sie, wie Sie sich vor teuren Fehlern schützen und Ihre Vereinbarungen rechtssicher gestalten.
Urlaubsplanung im Arbeitsrecht: Was Arbeitgeber 2026 wirklich verlangen dürfen
Urlaubsplanung = jährlicher Stress? Das muss nicht sein! Zwischen den Wünschen Ihrer Mitarbeiter und den Zielen Ihres Betriebs lauern oft rechtliche Risiken, die teuer werden können. Doch mit ein paar einfachen Regeln und dem Wissen um die aktuelle Rechtsprechung sichern Sie sich als Arbeitgeber clever ab. Erfahren Sie hier, worauf Sie 2026 wirklich achten müssen, damit die Planung für alle entspannt verläuft.
Zu früh zur Arbeit: Wann eine Kündigung wegen Überpünktlichkeit rechtens ist
Es klingt paradox: In einer Arbeitswelt, in der Pünktlichkeit als eine der wichtigsten Tugenden gilt, erhalten Sie eine Verwarnung oder gar eine Kündigung, weil Sie zu früh zur Arbeit erscheinen. Sie wollten proaktiv sein, vielleicht den Verkehr umgehen oder sich in...
Bereitschaftsdienst und Rufbereitschaft: Wann gilt was und wie wird es vergütet?
Arbeitgeber aufgepasst: Bereitschaftsdienst vs. Rufbereitschaft – kennen Sie den Unterschied? Vermeiden Sie teure Fehler und informieren Sie sich jetzt über die rechtlichen Grundlagen.
Probezeitkündigung: Wann ist sie unwirksam?
Zusage gegeben – und trotzdem gekündigt? Das LAG Düsseldorf sagt: Unwirksam! Wer Vertrauen schafft, muss sich daran messen lassen.
⚖️ Vulgäre Kritik Kündigung Arbeitgeber – wann ist eine Kündigung zulässig?
Vulgäre Worte im Betrieb – sofort kündigen? Das LAG Düsseldorf sagt: Nein, nicht immer. Warum Kontext und Abmahnung für Arbeitgeber entscheidend sind, hier kompakt erklärt.











